1. Portrait eines Salafisten  ~

    Aber gleichzeitig war dieser Mann, wenn nicht gerade Gebetszeit war, absolut zuverlässig, großzügig, mutig und abgrundtief ehrlich. Er hätte mich nie im Stich gelassen oder um einen einzigen Dinar betrogen.

    Martin Durm beschreibt seine Begegnung mit einem Mann, der den salafistischen Islam praktiziert. Zu Gute ist diesem Artikel (,der auch als Audiobeitrag vorhanden ist) zu halten, dass er nicht überheblich ist, sondern schlicht beobachtet und die Empfindungen des Autors erläutert.


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  2. Formfehler

    Bodo Thiesen, der den verurteilten Holocaust-Leugner Germar Rudolf verteidigte und Deutschlands Überfall auf Polen rechtfertigte, wurde nicht aus der Piratenpartei ausgeschlossen. Die gestrige Entscheidung 1 wird damit begründet, dass er bereits durch die Enthebung aus seinem Amt – er war Ersatzmitglied des Bundesschiedsgerichts – bestraft worden sei.

    Der juristische Grundsatz ne bis in idem - keine erneute Klage in gleicher Sache – schützt Thiesen. Ist die Enthebung aus einem Amt jedoch eine ausreichende Maßnahme für Thiesens Vergehen? Hätte er sein Amt weiterhin ausführen sollen, immerhin am Bundesschiedsgericht, wo das Ausschlussverfahren entschieden worden wäre? Meine Kompetenzen in der Rechtswissenschaft reichen für eine Beurteilung nicht aus. Thiesens Aussagen waren jedoch schwerlich misszuverstehen:

    Nun, bis vor einigen Monaten glaubte ich auch, daß diejenigen, die “Auschwitz leugnen” einfach nur pupertäre spinner sind. Damals hatte ich aber auch noch nicht Germar Rudolf gelesen. Sorry, aber das Buch prägt einfach – zumindest wenn man objektiv ran geht.

    Wenn Polen Deutschland den Krieg erklärt hat (und das hat Polen indirekt durch die Generalmobilmachung), dann hatte Deutschland *jede* legitimation, Polen anzugreifen.
    (Quelle)

    Sebastian Nerz, Vorsitzender des Bundesvorstands der Piratenpartei, bezeichnet dieses Fiasko als einen Formfehler. Rassismus habe keinen Platz in seiner Partei. Die letzte Wortmeldung Thiesens dieser Art war es jedoch nicht. Erst vor wenigen Tagen äußerte er sich zu deutschen Neo-Nazis. In seinen Augen sei die CDU für die Demokratie weitaus gefährlicher.

    Die Piratenpartei muss ihre eigenen Werte verteidigen. Ein “Formfehler” kann kaum eine Entschuldigung dafür sein, dass sich jemand wie Bodo Thiesen immer noch als Mitglied bezeichnen darf.


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  3. Prozesse

    Adolf Eichmann auf der Anklagebank in JerusalemAdolf Eichmann angeklagt in Jerusalem

    Vielleicht hätte ich am Time Square getanzt, wenn ich New Yorker oder Amerikaner wäre. Unberührt blieb ich vom Tod Osama bin Ladens nicht, war die Assoziation zum 11. September doch sofort gegeben. Ein paar Monate später wurde Anwar al-Awlaki getötet und zu recht wird diskutiert, ob das ohne einen Prozess rechtmäßig ist. In Norwegen steht nun Anders Breivik vor Gericht, ein ähnlich absurdes Weltbild – der geständige Mörder von 69 Menschen plädiert für nicht schuldig – aber er erhält ein Verfahren.

    Im Hinblick auf mein Vertrauen in das Recht kann ich das nur unterstützen. Es war gut, dass Slobodan Milošević vor das Kriegsverbrechertribunal kam. Erst auf diese Weise wird der Öffentlichkeit der Umfang der Verbrechen im Kosovo-Krieg bewusst, hier werden Beweise gesammelt und vorgeführt. So war es auch richtig, dass der Mossad Adolf Eichmann festnahm, obwohl er ihn problemlos hätte umbringen können. Der Prozess in Jerusalem offenbarte der ganzen Welt ein weiteres Mal die grausamen Taten des dritten Reichs. Und dass sich ihrer Verantwortung nicht entzogen werden darf.

    Der Prozess ist die Säule der Vernunft in einer Welt des Irrsinns.


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  4. Akin J.

    Jemand musste Akin J. verleumdet haben. Denn ohne, dass er etwas Böses getan hatte, wurde er morgens verhaftet. Zwar war seine Vermieterin auch an diesem Tag wieder aus irgendeinem Grund wütend auf ihn, doch dass sie wegen der Schuhe vor seiner Haustür gleich die Polizei rufen würde, hatte er nicht erwartet. Die beiden Männer, die er noch nie zuvor gesehen hatte, traten plötzlich in seine Wohnung ein.

    “Herr J.”, versuchte der eine seinen Namen auszusprechen. “Herr J.”, wiederholte dann der andere nochmals. ”ich denke, Sie wissen, wieso wir hier sind?” Doch J. versuchte in seiner Verwunderung, zunächst stillschweigend, durch Aufmerksamkeit und Überlegung festzustellen, wovon die beiden Männer sprachen. Ungeduldig unterbrachen sie ihn. “Herr J.? Verstehen du deutsch?”, fragte der eine nun mit lauter Stimme und rollte die Augen.

    Natürlich verstand J. die deutsche Sprache und die Frage schien ihm eine unnötige. So überlegte er sich, was er entgegnen sollte. Eine strenge Antwort womöglich, die den beiden ihre Autorität stehlen würde? Ein Herrje, meine Herren vielleicht zu Beginn, um ihnen die Lächerlichkeit ihrer Aussage bewusst zu machen? Was fiel ihnen auch ein, so etwas zu sagen? Aber sein Vater hatte ihm gelehrt, dass er der Gewalt des Staates nie respektlos begegnen sollte. Ein klarer Satz, ein ganz neutrales Ja war sicher eine bessere Art aufzutreten. Aber ein Ja, so wurde ihm schnell bewusst, war kein besonders starker Satz, wenn man denn dabei überhaupt von einem Satz sprechen konnte. Das Wort kannte jeder, es war womöglich eines der allerersten, das man aufschnappte. Er suchte also nach einem Synonym das nicht beherrscht wirkte, aber doch ein gewisses Selbstbewusstsein vermittelte. Aber sicher erklang ihm zu sarkastisch, sie könnten sich in der Idee verirren, er habe sich über sie amüsieren wollen. Ein ganz normales Ich spreche deutsch konnte er auch nicht wählen, sicherlich würde der Schaffner seiner letzten Zugreise vor englischen Gästen auch behaupten, dass er englisch spräche, obwohl davon niemals die Rede sein konnte. So ein Satz war nicht ernst zu nehmen.
    So dämmerte ihm, dass er etwas wählen musste, das mehr von der Qualität seiner Fähigkeiten zum Ausdruck bringen, aber gleichzeitig nicht eingebildet, belustigend oder beleidigend aufgefasst werden könnte. Doch all die Sätze, die ihm in den Sinn kamen, schienen unpassend zu sein. Verzeihen Sie, natürlich spreche ich deutsch war zu lang und kompliziert, und wieso sollte er um Verzeihung bitten? Sicherlich hatte etwas schnippisches, wer wusste, wie sie darauf reagieren würden? Aber klar klang zu jugendlich, es wäre ein deutliches Eigentor gewesen.
    Da traf J. plötzlich ein Geistesblitz: wieso sollte er die Frage direkt beantworten? Er seinerseits könnte einfach selbst eine stellen, denn nicht er hatte sich zu erklären, sondern die beiden Herren. Worum geht es?, das war die richtige Gegenfrage, ein wenig streng, aber höflich – deutsch durch und durch. Sie war auch einladend, immerhin forderte sie selbst eine Antwort. Sie schien ihm eine perfekte Erwiderung zu sein.

    Noch in Freude seiner gefundenen Replik, unterbrach einer der beiden das Schweigen. “Habs’ mir doch gedacht!”, sagte er und zückte seine Handschellen. “Sie sind wegen Integrationsunwillen verhaftet.” In seiner Bestürzung versuchte J. sich aus dem Klammergriff der beiden Männer zu befreien. Ihm entfuhren laute Schreie – Nein, Nein brüllte er. Doch die beiden Männer vernahmen nur noch ein Jaulen. “Wie ein Hund!”, bemerkte der eine.

     


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  5. It’s the end of the ‘net as we know it  ~

    Die Tatsache, dass wir zur Zeit solchen Unternehmen [Google, Facebook] mit unseren Daten und der generellen Entwicklung des Netzes offenbar mehr vertrauen als der eigenen Regierung, ist allein der verwerflichen politischen Realität der letzten Jahre inklusive fadenscheiniger Netzsperren-Forderungen, Vorratsdatenspeicherung und undurchsichtigen Handelsabkommen anzukreiden.
    Diesen Artikel habe ich ja bereits besprochen. Aber auf den Aspekt des Vertrauens wollte ich noch antworten. Denn ich denke in diesem Vertrauen steckt mehr als die politische Realität im Bezug auf das Internet.
    Ich bin einem Land geboren, in dem politische Machtstrukturen die Leben vieler Menschen ruiniert haben. Und bin in ein Land gezogen, das für einen der größten Machtmissbräuche in der Weltgeschichte steht. Google und Konsorten geben einem nicht das Gefühl, dass sie einen in eine Gefängniszelle werfen können. Sie erwecken nicht den Eindruck, als wollten sie einen auflauern, als hätten sie tatsächlich Böses im Schilde. Ich glaube, deshalb hat man nicht so große Bedenken, was die eigenen Daten betrifft. Die allermeisten Internetunternehmen treten nicht als die bösen Kapitalisten auf, sie sind nicht Union Carbide oder BP.
    Erstmal sind Facebook und Google vollkommen nett zu ihren Benutzern. Es gibt keine Schichten, niemand wird ausgeschlossen. Sie sind fair, gewissermaßen sind sie sogar fair in den Schreckensszenarien: sie wissen nicht nur viel über mich, sondern über uns alle. Ich frage mich, wie sehr sich das in Zukunft verändern wird, denn auch in den Staaten, wo der Datenschutz ein wenig lockerer gesehen wird als hier, gibt es mittlerweile mehr Aufschrei gegen die „Datenkraken“. Das Internet ist immer noch ziemlich jung, vielleicht passiert es früher oder später, dass diese Verbindungen zwischen Geheimdiensten und Unternehmen klarer deutlich werden. Aber auch dann ist da die gesellschaftliche Frage inwieweit es akzeptiert wird, wenn es jedem klar ist. Wichtig ist nur, dass man diese Hysterie hinter sich lässt, die derzeit gegenüber allem herrscht.

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  6. It’s the end of the ‘net as we know it  ~

    Der ganze Irrsinn ist vielleicht mit dem Netz, wie es ist, unlösbar. Vielleicht brauchen wir zwei Internetze.
    [..]
    Das eine Netz wäre das „geprüfte“, in dem sich das Kommerzielle und Offizielle trifft und das relativ harmlos, aber auf eine Art auch „sicher“ wäre[..]
    Und dann gäbe es noch noch das andere Netz, das im Grunde so wäre wie das, was wir jetzt kennen, aber noch viel, viel anarchistischer. Denn es gäbe keinerlei Regeln – aber auch so gut wie keine Rechte.

    Johnny erklärt, dass die Mehrheit ein sicheres Netz bevorzugen würde. Ich denke, das stimmt so, allein weil nur sehr wenige Menschen tatsächlich an den Strukturen des Internets interessiert sind. Apple – auch Johnny nimmt es neben Facebook und Google als Beispiel – wird in ihrem neuen Betriebssystem, Mountain Lion, nur noch Applikationen erlauben, die im eigenen App Store angemeldet wurden. Zwar kann man diese Einstellung ändern, doch geschieht es recht häufig, dass so etwas anfangs locker und mit der Zeit fest verankert wird. 1 Microsoft könnte einen ähnlichen Pfad wählen, einen eigenen Softwareladen haben sie auch.

    Google ist bereits jetzt für viele Menschen das Internet und Facebook scheint einen ähnlichen Stellenwert zu erreichen. Würde sie sich dazu entscheiden, bestimmte Links nicht mehr anzuzeigen, würden sie für viele Menschen auch nicht mehr existieren. Es gibt ja bereits Unternehmen, die die Sicherheit bestimmter Webseiten einstufen. 2 Wenn das eines Tages in zwei Netze 3 mündet, die tatsächlich von einander getrennt sind, vielleicht auch beim Provider, dann stellen sich einige Fragen. In erster Linie das Legitimation des unsicheren Webs. Wieso sollte es irgendjemand finanzieren wollen? Aber auch, ob die blutüberströmten Photos der Protestanten auf Twitter noch bei uns ankommen. Sind Seiten wie Wikileaks noch möglich? Kann ein Rassist seine tägliche Portion Unsinn noch konsumieren? Oder findet das alles im unsicheren Web statt?

    Johnnys Internet ist im Grunde die Option. Das Einkaufshaus mit Kinderspielplatz, und die Konzertsäle existieren genauso wie das Mileu mit Rotlichtviertel, seltsamen Gestalten und umwerfender Kunst. Die Möglichkeit sich in Sicherheit zu wähnen, aber gleichzeitig auch dieses große Angebot an Besonderheiten, Skurrilitäten und ja auch eher umstrittenem Material nicht zu verlieren. Es stößt an die verschiedenen Definitionen von Freiheit – Freiheit vor und Freiheit von.


    1. Es ist natürlich alles “hackbar”.
    2. Browser warnen ja schon im stechenden rot, wenn ein SSL-Zertifikat nicht von einer offiziellen Stelle verliehen wurde. Ich nehme an, viele Nutzer gehen “das Risiko” nicht ein.
    3. Mit dieser Theorie kann ich übrigens ziemlich viel anfangen, es ist sogar so, dass ich eine Geschichte schreibe, in der es mehrere Netze gibt und bestimmte Gruppierungen existieren, die sich nach der monotheistischen Idee an dieser Tatsache aufstoßen. Allerdings sind sie nur Nebenfiguren.

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  7. Von wegen 37 Millionen ~

    In den letzten Tagen wurde bekannt, dass deutsche Geheimdienste weit über 37 Millionen Emails mitgelesen hätten. Die Emails wurden ausgewählt, weil sie bestimmte Schlagwörter wie Bombe enthielten. Tatsächlich ist diese Information widersprüchlich. Um diese Emails sinnvoll heraus zu filtern, muss jede einzelne Email gelesen werden. Nicht notwendigerweise von einem Agenten, aber doch von einem Computersystem.

    Im Bericht des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages gibt es zwar keine nähere Erläuterung der Methoden, aber ob es nur Stichproben waren oder tatsächlich jede E-Mail gelesen wurde, wäre letztlich kein großer Unterschied. Technisch stelle ich mir das allerdings als eine große Herausforderung vor, tatsächlich den ganzen deutschen E-Mailverkehr auf bestimmte Begriffe zu untersuchen. 1

    Rechtliche Vorgaben zu solchen Maßnahmen sind im Gesetz zur Beschränkung des Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnisses geregelt 2. Im §5 sind die Voraussetzungen für eine Anordnung gegeben, unter anderem die Gefahr eines “bewaffneten Angriffs” oder die “Begehung internationaler terroristischer Anschläge”. Der §10 regelt die Anordnung, unter Abs. 4 heißt es, dass das Gebiet, die Übertragungswege der Beschränkungen zu bezeichnen seien. Es dürfe außerdem nur 20% der “Übertragungskapazität” überwacht werden.

    Ich wüsste gerne mehr über die Methoden und ihre Anwendungsfälle. Auch im Interesse ist die Erfolgsquote dieser Art von Überwachung. Ich zweifle am Effekt – ich kann mir schwer vorstellen, dass ein Attentat per E-Mail geplant wird.

    Nachtrag: Malte Welding vergleicht es mit Schrödingers KatzeHadmut Danisch hat sich mit der technischen Seite des Themas befasst und versucht die tatsächliche Größe dieser Zahl einzuschätzen.

    37 Millionen E-Mails und andere Datenverbindungen hört sich nach schrecklich viel an, ist es aber nicht. Das entspricht von der Größenordnung her der Zahl der Internet-Nutzer in Deutschland, macht ungefähr eine Größenordnung von 1 E-Mail pro Benutzer und Jahr.

     


    1. Was ist überhaupt eine deutsche E-Mail?
    2. Danke für diesen Kommentar.

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  8. Racism

    Some of the questions concerned the fictitious Piréz people. The survey revealed that, according to 61% of those who answered the questionnaire, immigration to Hungary should be controlled, and 59% opposed the immigration of the fictional Piréz.

    This reveals the whole foundation of racism. Hate for hate’s sake.

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  9. Ein Riese für Wulff

    Hätte sich Bundespräsident Wulff ein Beispiel an Nordkorea genommen, wäre die Sache ganz anders verlaufen. Statt die Springers anzurufen, hätte er einfach einen Menschen mit überdurchschnittlicher Körpergröße einstellen sollen. Zum Beispiel als Sprecher. Denn keine Zeitung würde über Missstände berichten, wenn irgendwo im Bild ein große Person zu sehen ist. Verständlich, denn wäre ich Spiegel Online Redakteur hätte ich meinen Artikel über Arbeitslager, Hungersnot und andere Menschenrechtsverletzungen in Nordkorea sofort für Spekulationen über einen “rätselhaften Riesen” aufgegeben.


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  10. #Emmaverbrennung

    Zeichnung der Emmaverbrennung

    Natürlich ist die Verbrennung der Emma nicht gleichzusetzen mit der Bücherverbrennung des Nazi-Regimes. Sie ist auch nicht das Anzünden von Fahnen auf Demonstrationen oder die Ankündigung, den Koran in Brand zu setzen. Ist sie deshalb legitim, besser oder gar eine freie Meinungsäußerung, wie manch einer behauptet? Was für eine Meinung soll das sein, die mit Feuer formuliert wird 1? Was bedeutet es, ein Magazin zu verbrennen, weil man einen Artikel nicht gelungen findet? Es ist nur ein Symbol von Aggression und Respektlosigkeit. Das aber sind keine Argumente, im Feuer erstickt jede Diskussion, jedes Wort.


    1. Mir ist bewusst, dass dies keinesfalls eine offizielle Stellungnahme der Piratenpartei war. Ich habe genügend Stimmen gelesen, die dies verurteilten.

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