1. Beachtenswert #5

    Beachtenswert ist eine jeden Mittwoch (und manchmal Donenrstag) erscheinende Sammlung von Texten und Zitaten, die ich für – der Name lüftet das Geheimnis! – beachtenswert halte. Einen Anspruch auf Aktualität lehnt sie ab.

    Online

    Frontline Club ~ Eine Podiumsdiskussion über die Lage in Syrien mit Mouna Ghanem (Vizepräsidentin der politischen Bewegung “building the Syrian state“), Ammar Waqqaf (Vertreter eines britischen Zusammenschlusses von Syriern), Ramita Navai (Journalistin des britischen Senders Channel 4) und Malik Al-Abdeh (Chefredakteur des britisch-syrischen Senders Barada TV)

    “I feel stuck,” Schiff said. “The New York that I wanted to have is still just beyond my reach.” 

    Bonus Withdrawal ~ Manche Banker an der Wall Street scheinen große Probleme mit den geringeren Boni zu haben.

    Windows 8 Consumer Preview ~ Microsoft versucht tatsächlich das Betriebssystem ein klein wenig neu zu erfinden.

    Offline

    Wird man in eine Dunkelkammer mit konstanter Geschwindigkeit gedreht, hat man bald das Gefühl stillzustehen. Denn das Gleichgewicht kann offenbar nur Beschleunigungen erkennen, jedoch keine konstanten Drehbewegungen.
    Erschienen in Zeit Wissen 2/12

    Was ist das Ich? ~ Es kommen verschiedene Wissenschaftler zu Wort und sprechen über ihre Studien und Deutungen zum menschlichen “Ich”. 1

    What liberals have never understood about Obama is that he practices a show-don’t-tell, long-game form of domestic politics. What matters to him is what he can get done, not what he can immediately take credit for.
    Erschienen in Newsweek January 23, 2012

    Why are Obama’s critics so dumb? ~ Andrew Sullivan analysiert Obamas Politik und zollt ihm großen Respekt. Er suche nicht die schnellen Lösungen, sondern denke viel langfristiger.


    1. Der Bericht ist natürlich für Laien geschrieben, schafft es aber, die Thematik verständlich zu erklären.

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  2. Beachtenswert #4

    Beachtenswert ist eine jeden Mittwoch erscheinende Sammlung von Texten und Zitaten, die ich für – der Name lüftet das Geheimnis! – beachtenswert halte. Einen Anspruch auf Aktualität lehnt sie ab.

    Online

    Playing Favorites Wieso Mutter und Vater doch ihre Lieblingskinder haben.

    Mom and Dad will say it earnestly, they’ll repeat it endlessly, and in an overwhelming share of cases, they’ll be lying through their teeth.

    Would an intelligent computer have a “right to life”? Robert E. Mueller und Erik T. Mueller stellen ethnische Fragen für die Elektronik. (Dank an erik mit k.)

    How do we punish robots? Can we punish robots? Should we punish them? Here is the crux of the problem: Since they are just machines, punishing them would be foolish. And yet if they claim to be “like humans,’ they should be subject to the same moral codes as we are. How far can we carry this process? 

    War Horse Lisa Hanawalt bespricht den neuen Spielberg-Film “War Horse” mit Worten und Zeichnungen. Spoilergefahr.


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  3. Beachtenswert #3

    Beachtenswert ist eine jeden Mittwoch erscheinende Sammlung von Texten und Zitaten, die ich für – der Name lüftet das Geheimnis! – beachtenswert halte. Einen Anspruch auf Aktualität lehnt sie ab.

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    Keeping College Students From the Polls Andrew Rosenthal beschreibt in seinem New York Times-Blog “The Loyal Opposition” wie manche Republikaner verhindern wollen, dass College-Studenten an den nächsten Wahlen teilnehmen.

    Political leaders should be encouraging young adults to participate in civic life, but many Republican state lawmakers are doing everything they can instead to prevent students from voting in the 2012 presidential election. Some have openly acknowledged doing so because students tend to be liberal.

    Born and Raised in a Concentration Camp (ca. 66 Minuten) Im Rahmen eines Google Talks äußert sich Dong-hyuk Shin über seine Erfahrungen in Nordkorea. Aufgewachsen in einem Arbeitslager sollte er dieses bis zu seinem Tod nicht verlassen. Ihm gelang jedoch die Flucht nach China und dann Südkorea.

    Maria und Josef im Ghetto des Geldes Eine vielbeachtete Reportage eines Zeit-Redakteurs und einer Schauspielerin, die sich als Obdachlose verkleidet durch Frankfurts Reichenviertel bewegen und um Hilfe bitten. Ein langer, rhetorisch beeindruckender und höchst interessanter Text.

    Sobald sie sich nähern, werden sie langsamer, weil die Insassen einen Blick auf diese beiden Wesen unter der Tanne werfen wollen, als seien sie auf Safari. Dann nehmen sie, Gischt sprühend, Fahrt auf.

    Das hohe Ross von heute, es ist ein SUV.



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  4. Beachtenswert #2

    Beachtenswert ist eine jeden Mittwoch erscheinende Sammlung von Texten und Zitaten, die ich für – der Name lüftet das Geheimnis! – beachtenswert halte. Einen Anspruch auf Aktualität lehnt sie ab.

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    Stellt endlich die Systemfrage! Nils Minkmar analysiert die “Krise” mit all den Gipfeln und seinen Bewegungen und verweist auf den Dokumentarfilm “Inside Jobs”

    Denn während die Worte der gewählten Politiker, die gar nicht die Option haben, Interviews zu verweigern oder sich hinter einem Kommando von Anwälten zu verschanzen, einer permanenten Prüfung unterzogen werden, haben die entscheidenden Akteure weder Gesicht noch Stimme.

    Sarah Glidden The Comics Journal hat sich mit der Autorin über ihren neuen Comic unterhalten, der demnächst erscheinen soll. Die Unterhaltung ist auf Band und dreht sich um Zeichnen, Politik, Vorbilder und Vorlieben.

    Die da oben Schweine, ich arme Sau. Die Jungle World sieht sich “Occupy Frankfurt” ein bisschen näher an und entdeckt Mobbing, Hasstiraden auf Völker und betrunkene Leute.

    Meinetwegen kann auch jemand hierher kommen, der früher die NPD gewählt hat. Solange der keinem Dunkelhäutigen hier ins Gesicht spuckt und mit den Leuten normal umgeht, ist mir das egal. 

    Die Welt ist nicht genug. Ein weiterer Artikel aus der Jungle World (bzw. der Beilage “Dschungel”). Hier werden drei Weltuntergangsfilme dieses Jahres unter die Lupe genommen, die interessanterweise alle von Frauen in den Hauptrollen gespielt werden.

    Erschreckend ist die Lethargie der Hauptfiguren: Kein Held, hinter den man sich als Zuschauer klemmen könnte, steht parat. Niemand schafft den Schutt beiseite, rettet jemanden oder schmeißt Bomben.

    Offline

    Der Kandidat, Maxim Biller schildert wie Ajzenstein Kanzlerkandidat der SPD wurde.

    Es fing mit einem zufälligen Straßeninterview auf Arte an.
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    Einen Tag später bekam Ajzenstein einen Anruf aus dem Willy-Brandt-Haus. “Du sprichst beim nächsten Parteitag gleich nach Steinbrück, Genosse”, sagte jemand, der vielleicht ein Mann, vielleicht eine Frau war, “und egal, was für Unsinn du redest, ich will, dass du mehr Applaus bekommst als er!”

    Eine “Moralische Geschichte”, erschienen in der FAS 11.12. 2011.



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  5. Beachtenswert #1

    Beachtenswert ist eine jeden Mittwoch erscheinende Sammlung von Texten und Zitaten, die ich für – der Name lüftet das Geheimnis! – beachtenswert halte. Einen Anspruch auf Aktualität lehnt sie ab.

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    29., Andre Moch

    Ich langweile mich. Warum wollen die Leute die Welt beschrieben haben? Jeden Tag passiert ihnen doch der ganze Kram selbst. Aber sie wollen was sie kennen: Sie haben den ganzen Tag die Welt am Hals und abends gucken sie sie sich dann auch noch im Fernsehen an.
    [..]
    Ok. Ich halte durch. Das Wetter: Nachts plus drei, im Süden minus drei Grad. So war es. So ist es.  Herzlichen Glückwunsch.

    Lesebrief an den New Yorker (28.11.11). Alexandra Early schrieb als kleines Mädchen einen Brief über den Mangel an weiblichen Superhelden an Ken Auletta, einem Redakteur des New Yorker. Nun einige Jahre später schrieb sie ihm wieder

    Ken Auletta, [..] by giving her a copy of an old letter, written by a nine-year-old girl named Alexandra Early [..] An accompanying note said, “Wherever Alexandra Early ended up, I hope that she heard about your new job.” Well, here I am [..]

    Eine Anhörung für Bradley Manning steht bevor. Er wird verdächtigt, Wikileaks tausende US-amerikanische Dokumente zugespielt zu haben und sitzt bereits seit über einem Jahr in Untersuchungshaft.

     

    Offline

    Keine Frage des Glaubens, Yasemin Shooman nimmt den Tenor zum Thema Islam in den Medien wissenschaftlich auseinander und zeigt die verschiedenen Gesichter des Rassismus auf.

    Laut einer im Oktober 2010 publizierten Studie im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung befürworten 58,4 Prozent der Befragten eine Diskriminierung von Musliminnen und Muslimen, indem sie der Forderung nach einer “erheblichen Einschränkung der Religionsausübung” für sie zustimmen.
    Auszug aus dem Buch “Rassismus in der Leistungsgesellschaft“, erschienen in der Jüdischen Zeitung 11/11.


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